Rerik
Ostsee-Radweg,  Reisen

Rerik

Nach einer etwas schlaflosen Nacht wache ich gegen sechs Uhr auf. Und es ist kalt. Noch etwas unbeholfen schäle ich mich aus dem Schlafsack und mach mich auf den Weg in den warmen Sanitärraum um mich frisch für den Tag zu machen. Nach einem kleinen Frühstück aus meiner Proviant-Box kann es dann langsam losgehen, die Sachen zu packen. Das Zelt wieder zusammenzupacken stellt sich dann doch etwas schwieriger heraus als das aufbauen. Irgendwie kriege ich es nach der Anleitung in eine Form, in der ich es zumindest fast ganz in die Verpackung verstauen kann. Nachdem wieder alles im Anhänger ist und dieser wieder am Fahrrad angehangen wurde, kann ich aufbrechen.
Mein Weg führt mich wieder über Wismar weiter Richtung Groß Strömkendorf. Wieder geht es nicht immer direkt am Wasser entlang. Teilweise führt der Weg parallel zur Landstraße vorbei. Dann passiert es.

Mit einem lauten Knall verabschiedete sich kurz nach Wismar mein Hinterreifen. Platten! Das geht ja gut los. Mitten an der Landstraße muss ich jetzt, die Seitentaschen abschnallen, den Anhänger abkoppeln und den Schlauch wechseln.

Autsch…

Bei meinen „professionellen“ Handwerken am Hinterrad habe ich mich an der rechten Hand verletzt. Kurz säubern und weiter geht’s. Irgendwie kriege ich den Schlauchwechsel auch mit meinen zwei linken Händen hin und fahre nach einer gefühlten Ewigkeit weiter Richtung Osten. Ich richte mich an die Wegweiser Richtung Rostock. Nur leider verpasse ich dadurch bei Groß Strömkendorf die Zufahrt zur Insel Poel. Diese kleine Insel war eigentlich ein kleines Ziel meiner Tour. Als ich meinen Fehler in Blowatz bemerke, entscheid ich mich nicht nochmal umzudrehen, sondern weiterzufahren.

Da der Weg leider nicht direkt am Wasser entlang führt, fahre ich in Boisendorf ans Wasser Richtung Zeltplatz. An dem Tag ist es zwar sonnig aber ziemlich windig. Endlich sehe ich sie wieder, die Ostsee. Aber nicht nur diese. Als den Weg runter zur Ostsee fahre, sehe ich auch mehrere Drachen. Ich dachte mir erst toll – Drachen Steiger. Aber es war mehr. Das waren Sportler die mit Ihren Drachen über das Wasser „segelten“. Cool. Das sah schon gut aus.

Langsam habe ich Hunger. Ich habe aber keine Lust auf das Futter in meiner Proviant-Box. Ich bin am Meer und will Fisch. Also fahre ich zu einem kleinen Imbissstand. Jetzt ein schönes Fischbrötchen. Dort angekommen ist wirklich nix los. Und trotzdem hat der Imbissstand – zum Glück – geöffnet. Ich bestelle mir ein Fischbrötchen und ein Backfisch-Brötchen und sollte das ungewöhnlichste Fischbrötchen bekommen, welches ich bisher gegessen habe. Die beiden Brötchen waren noch warm und eine Art Hamburger-Soße bestrichen. Das hat wirklich gut geschmeckt. Merken und zuhause mal nachmachen. Weiter geht’s. Es ist schon mittags und ich habe noch ein paar Kilometer vor.

Nach der kurzen Stärkung geht es weiter nach Rerik. Und dort geht es direkt an den Strand.
Rerik

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