Züssow Windmühlen-Feld

Züssow

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Nun ist es soweit. Die Rückfahrt nach Hause steht an. Mein Zug fährt gegen 10 Uhr von Züssow los. Das heißt ich muss noch von Wolgast nach Züssow mit meinen Gespann fahren. Die letzte Etappe.

Laut Google Maps könnte ich nun “einfach” immer gerade aus die Landstraße folgen und wäre in etwa einer Stunde da. Wäre da nicht dieser Verkehr. Das war schon bei der Überfahrt nach Usedom nicht schön. Und hier ist deutlich mehr Verkehr. ich würde mit meinem Gespann wahrscheinlich auch für einen Stau sorgen.

Am Vorabend hatte mir der Rezeptionist eine mögliche Route vorgeschlagen, die parallel zur Landstraße führt. Dabei ist auch ein kurzes Waldstück dabei. Nun kommt auch zum Ersten mal die App “OutdoorActive” zum Einsatz. Ich möchte schon, wenn ich querfeldein fahre sicher sein, dass ich in die richtige Richtung fahre. Also speichere ich mir eine mögliche Route für die Navigation ab.

Nach einer etwas schlaflosen Nacht stehe ich um 6 Uhr morgens auf. In den Nachrichten wurde der erste Herbststurm mit umknickenden Bäumen angekündigt. Das sind ja klasse Aussichten für eine Fahrt durch den Wald.

Zur Sicherheit plane ich 2 – 2 1/2 Stunden Fahrzeit ein, falls ich mich doch verfahren sollte und dann geht es los.

Das fahren mit dem Navigieren klappt echt super. ich hatte mir dafür eine Tasche am Fahrrad befestigt, so ich das Handy immer Blick habe. Als ich im Wald unterwegs bin zeigt sich der Vorteil dieser Navigation. Ohne diese App wäre ich einmal den falschen Weg gefahren. Geradeaus statt leicht rechts. Leider funktioniert aber zunehmend das GPS nicht. ich fahre und fahre und bleibe laut Karte auf der gleichen Stelle. Nur mit Pausieren und Fortführen der Navigation findet die App wieder meine aktuelle Position. Zudem will mich die App nach dem Wald immer wieder zurück zur parallel verlaufenden Landstraße schicken. Das will aber ich nicht. Ich möchte soweit ohne Landstraße kommen wie es geht. Geplant ist nur eine kurze Strecke Landstraße bis zu einer Kreuzung von wo aus es einen Radweg neben der Landstraße nach Züssow gibt.  Man sollte also auch immer selbst seinen Kopf einschalten und sich nicht nur blind auf die App verlassen. Also navigiere ich einfach teilweise selbst mit dem Kartenmaterial. Das letze Stück vor der Landstraße, die ich fahren muss, fahre ich direkt über ein Feld voller Windanlagen. Querfeldein. Es ist schon beeindruckend, wie groß und laut diese sein können. Noch habe ich Sonnenschein. Am Horizont sehe ich aber schon die schwarze Wand auf mich zukommen.

Ich hatte gehofft noch trocken am Bahnhof anzukommen doch daraus wird nichts. ab dem letzten Stück Radweg an der Landstraße fängt der Regen an und wird immer stärker. Das ist mir aber egal. ich will einfach am Bahnhof ankommen. Min Gepäck hatte ich versucht weitestgehend abzudichten. Trotzdem hat der Regen der letzten Nacht seine Spuren am Anhänger hinterlassen. Manchen Schlampfützen im Wald konnte man nicht ausweichen.

Pitschnass komme ich am Bahnhof Züssow an. Und das nach wirklich knapp über 2 Stunden Fahrt. Zugegeben hatte ich auf dem Feld der Windmühlen auch etwas gebummelt. Also alles top und ich habe genug Zeit zum Umziehen. Der Regen hatte bei Ankunft am Bahnhof aufgehört. Petrus wollte mir wohl eine letzte norddeutsche Dusche geben. in den letzten Tagen hatte ich ja echt Glück mit dem Wetter. ich brauchte nur einmal auf dem Weg nach Koserow einen Regen-Poncho. Ansonsten hatte es ein paar mal nachts in der Basis geregnet.

Nun kann der Zug kommen. Und zu meiner Verwunderung ist es ein IC mit Treppen. Toll. Das ganze Gespann hoch tragen. Zudem ist auch noch Konkurrenz auf dem Bahnsteig, die auch ein Fahrradplatz brauchen. Aber das soll mir egal sein. ich habe ja meine Fahrradkarte auf die ich bestehe. Mit etwas rücken und rutschen habe ich auch meinen Platz im Fahrradabteil gefunden und es kann nach Hause gehen.

In Berlin fährt mein Anschlusszug vom selben Gleis. Die Bahn erlaubt sich zuletzt nur nochmal einen letzten Spaß und wechselt 2 Minuten vor Ankunft des Zuges das Gleis, weil noch ein Güterzug durch muss. Als ich das realisiere komme ich kurz ins Schwitzen. Mit meinem Gespann ist jetzt kein Wechsel des Bahnsteigs in der kurzen Zeit möglich. Zum Glück kam der Zug am gegenüberliegenden Gleis am selben Bahnsteig an. Ich musste nur noch etwas vor sprinten, da die angezeigten Fahrrad-Wagons nun komplett am anderen Ende des Gleises waren. Zufrieden und erleichtert im Zug nach hause zu sitzen und all seinen Kram dabei zu haben lehne ich mich nun zurück. Die Radtour ist zu Ende. Es geht nach Hause.

Züssow Windmühlen-Feld

So fing alles in  Zierow an und nun endet die Tour.

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